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SKR04 Aufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen

Konto 7100

Porto

Kontonummer

7100

Kontoart

Aufwand

Kategorie

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Vergleichskonten in anderen SKR-Kontenrahmen

Dieses Konto entspricht folgenden Konten in anderen DATEV-Kontenrahmen:

Zusammenfassung

Das Buchungskonto 7100 “Porto” im [SKR04](/lexikon/glossar/skr04 “SKR04 - Definition und Bedeutung”) [Kontenrahmen](/lexikon/glossar/kontenrahmen “Kontenrahmen - Definition und Bedeutung”) erfasst alle Ausgaben eines Unternehmens für Portokosten. Es gehört zu den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und hilft, die Kosten für den Versand von Briefen, Paketen und anderen Postsendungen transparent und nachvollziehbar zu verwalten. Die korrekten Konten für SKR03 und SKR05 sind ebenfalls wichtig für eine ordnungsgemäße Buchführung.

Verwendungszweck

Das Konto 7100 “Porto” wird verwendet, um sämtliche Ausgaben für Post- und Versanddienstleistungen zu buchen, die ein Unternehmen im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit tätigt. Dazu gehören unter anderem die Kosten für den Versand von Briefen, Paketen, Einschreiben und Kurierdiensten. In der Praxis fallen diese Kosten häufig bei der Kommunikation mit Kunden, Lieferanten oder Geschäftspartnern an.

Ein typischer Anwendungsfall ist der Versand von Rechnungen oder Vertragsunterlagen per Post. Auch die Kosten für den Versand von Werbematerialien, wie Broschüren oder Produktkatalogen, werden auf dieses Konto gebucht. Unternehmen, die regelmäßig Produkte an Kunden versenden, nutzen das Konto ebenfalls, um die Kosten für den Paketversand zu erfassen.

Darüber hinaus können auch Gebühren für spezielle Postdienstleistungen, wie Expressversand oder Einschreiben, auf dem Konto 7100 erfasst werden. Es ist wichtig, alle Postausgaben zeitnah und vollständig zu dokumentieren, um einen genauen Überblick über die Versandkosten zu behalten.

Steuerliche Aspekte

Portokosten unterliegen in der Regel nicht der [Umsatzsteuer](/lexikon/glossar/umsatzsteuer “Umsatzsteuer - Definition und Bedeutung”), sofern sie durch die Deutsche Post AG oder vergleichbare Unternehmen erbracht werden. Dies bedeutet, dass bei der Buchung der Portokosten keine [Vorsteuer](/lexikon/glossar/vorsteuer “Vorsteuer - Definition und Bedeutung”) abgezogen werden kann. Es ist jedoch wichtig, alle Belege ordnungsgemäß aufzubewahren, um die Nachvollziehbarkeit gemäß den [GoBD](/lexikon/glossar/gobd “GoBD - Definition und Bedeutung”) (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) zu gewährleisten.

Für steuerliche Zwecke ist es entscheidend, die Portokosten korrekt zu erfassen und alle Belege mindestens zehn Jahre aufzubewahren. Unternehmen sollten sicherstellen, dass die Buchungen den tatsächlichen Geschäftsvorfällen entsprechen und alle relevanten Belege leicht auffindbar sind.

Buchungsbeispiele

Beispiel 1: Versand von Geschäftsbriefen

Ein Unternehmen versendet Geschäftsbriefe an seine Kunden und bezahlt die Portokosten in Höhe von 50 € bar.

KontoSKR03SKR04SKR05Betrag
Porto66307100730050,00 €
Kasse10001600100050,00 €

Buchungssatz: Soll Porto 6630 (SKR03) / 7100 (SKR04) / 7300 (SKR05) an Haben Kasse 1000 (SKR03) / 1600 (SKR04) / 1000 (SKR05)

Beispiel 2: Paketversand an Kunden

Ein Online-Shop versendet Pakete an Kunden und die Versandkosten von 150 € werden vom Bankkonto abgebucht.

KontoSKR03SKR04SKR05Betrag
Porto663071007300150,00 €
Bank120018001200150,00 €

Buchungssatz: Soll Porto 6630 (SKR03) / 7100 (SKR04) / 7300 (SKR05) an Haben Bank 1200 (SKR03) / 1800 (SKR04) / 1200 (SKR05)

Beispiel 3: Nutzung eines Kurierdienstes

Ein Unternehmen beauftragt einen Kurierdienst für eine dringende Lieferung und erhält eine Rechnung über 75 €, die später beglichen wird.

KontoSKR03SKR04SKR05Betrag
Porto66307100730075,00 €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen16003300310075,00 €

Buchungssatz: Soll Porto 6630 (SKR03) / 7100 (SKR04) / 7300 (SKR05) an Haben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1600 (SKR03) / 3300 (SKR04) / 3100 (SKR05)

Häufige Fehler und Fallstricke

  • Falsche Kontenzuordnung: Häufig werden Portokosten fälschlicherweise auf andere Aufwandskonten gebucht. Es ist wichtig, sie stets auf das Konto 7100 (SKR04), 6630 (SKR03) oder 7300 (SKR05) zu erfassen.
  • Nicht steuerfreie Leistungen: Werden Portodienstleistungen von nicht steuerfreien Anbietern bezogen, sollte geprüft werden, ob Umsatzsteuer anfällt.
  • Fehlende Belege: Alle Portokosten müssen durch entsprechende Belege nachgewiesen werden. Fehlende Belege können bei einer Steuerprüfung zu Problemen führen.
  • Unvollständige Buchungen: Teilzahlungen oder Vorauszahlungen für Portokosten sollten korrekt erfasst werden, um eine vollständige Buchhaltung sicherzustellen.
  • Nicht-Geschäftsbezogene Kosten: Privat veranlasste Versandkosten dürfen nicht über das Geschäftskonto gebucht werden.

Rechtstipps und Best Practices

  • Belegorganisation: Führen Sie eine klare und strukturierte Ablage für alle Belege im Zusammenhang mit Portokosten, um bei einer Prüfung schnell darauf zugreifen zu können.
  • Regelmäßige Buchung: Buchen Sie Portokosten regelmäßig, um den Überblick zu behalten und das Risiko von Fehlern zu minimieren.
  • Kontenabstimmung: Führen Sie regelmäßige Kontenabstimmungen durch, um sicherzustellen, dass alle gebuchten Portokosten korrekt erfasst wurden.
  • Kostensenkung: Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Portokosten und prüfen Sie, ob Einsparpotenziale durch günstigere Versandoptionen oder Anbieterwechsel bestehen.
  • Elektronische Belege: Nutzen Sie elektronische Belege und Buchhaltungssysteme, um den Buchhaltungsprozess zu optimieren und GoBD-konform zu gestalten.