Konto 2180
Privateinlagen
Kontonummer
2180
Kontoart
Passiva
Kategorie
Privatkonten
Vergleichskonten in anderen SKR-Kontenrahmen
Dieses Konto entspricht folgenden Konten in anderen DATEV-Kontenrahmen:
Zusammenfassung
Das Konto 2180 “Privateinlagen” im SKR04 nimmt auf, was der Unternehmer aus seinem Privatvermögen in den Betrieb einbringt: Geld, Waren, Erzeugnisse oder andere Wirtschaftsgüter. DATEV führt es in der Kontenklasse 2 unter “Privat (Eigenkapital), Vollhafter/Einzelunternehmer”. Einlagen erhöhen das Eigenkapital und werden im Haben erfasst. Im SKR03 entspricht ihm das Konto 1890 Privateinlagen.
Verwendungszweck
Einlagen sind nach § 4 Abs. 1 Satz 8 EStG alle Wirtschaftsgüter, also Bareinzahlungen und sonstige Wirtschaftsgüter, die der Steuerpflichtige dem Betrieb im Laufe des Wirtschaftsjahres zugeführt hat.
Auf 2180 buchst du:
- Bareinzahlungen aus privaten Mitteln in die Geschäftskasse
- Überweisungen vom Privat- auf das Geschäftskonto
- betriebliche Rechnungen, die der Unternehmer privat bezahlt hat
- Sacheinlagen wie ein bisher privat genutztes Fahrzeug, Werkzeug oder Notebook
- die Einbringung privater Forderungen oder Wertpapiere in das Betriebsvermögen
Der SKR04 hält mit 2190 ein weiteres Konto “Privateinlagen” bereit, etwa zur Trennung mehrerer Gesellschafter. Zum Jahresende werden die Privatkonten über das Kapitalkonto abgeschlossen; einen eigenen Bilanzposten gibt es nicht.
Mittel von Dritten sind keine Einlagen. Ein Bankdarlehen ist Fremdkapital und gehört auf 3150 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, eine Kundenzahlung ist Umsatz.
Abgrenzung zu anderen Konten
- 2100 Privatentnahmen allgemein: die Gegenrichtung, Mittel verlassen den Betrieb.
- 2150 Privatsteuern: persönliche Steuern des Inhabers, über den Betrieb bezahlt.
- 3560 Darlehen: Fremdkapital von Dritten, keine Kapitalzuführung des Inhabers.
- 2130 Unentgeltliche Wertabgaben: die umsatzsteuerliche Erfassung von Sach- und Nutzungsentnahmen.
Buchungsbeispiele
Bareinzahlung in die Geschäftskasse
| Soll | Haben | Betrag |
|---|---|---|
| 1600 Kasse | 1.000,00 EUR | |
| 2180 Privateinlagen | 1.000,00 EUR |
Im SKR03 lautet die Buchung 1000 Kasse 1.000,00 EUR an 1890 Privateinlagen 1.000,00 EUR.
Überweisung vom Privatkonto auf das Geschäftskonto
| Soll | Haben | Betrag |
|---|---|---|
| 1800 Bank | 5.000,00 EUR | |
| 2180 Privateinlagen | 5.000,00 EUR |
Im SKR03 buchst du 1200 Bank an 1890 Privateinlagen.
Privat verauslagte Betriebsausgabe
| Soll | Haben | Betrag |
|---|---|---|
| 6815 Bürobedarf | 84,03 EUR | |
| 1406 Abziehbare Vorsteuer 19 % | 15,97 EUR | |
| 2180 Privateinlagen | 100,00 EUR |
Im SKR03 lautet die Buchung 4930 Bürobedarf und 1576 Abziehbare Vorsteuer 19 % an 1890 Privateinlagen. Der Vorsteuerabzug setzt eine ordnungsgemäße Rechnung voraus; bis 250 EUR brutto genügt eine Kleinbetragsrechnung nach § 33 UStDV.
Steuerliche Aspekte
Einlagen sind kein Ertrag. Nach § 4 Abs. 1 EStG wird der Unterschiedsbetrag der Betriebsvermögen um den Wert der Entnahmen erhöht und um den Wert der Einlagen vermindert. Eine Einlage als Erlös zu buchen, führt zu einem zu hohen Gewinn und zu einer falschen Umsatzsteuer.
Die Bewertung regelt § 6 Abs. 1 Nr. 5 EStG. Einlagen sind mit dem Teilwert für den Zeitpunkt der Zuführung anzusetzen, höchstens jedoch mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, wenn das Wirtschaftsgut innerhalb der letzten drei Jahre vor der Zuführung aus dem Privatvermögen angeschafft oder hergestellt wurde. Bei abnutzbaren Wirtschaftsgütern werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten um die Absetzungen für Abnutzung gekürzt, die auf den Zeitraum zwischen Anschaffung und Einlage entfallen.
Umsatzsteuerlich bringt die Einlage eines privat angeschafften Gegenstands keinen Vorsteuerabzug, weil der Gegenstand nicht für das Unternehmen bezogen wurde. Anders bei einer betrieblichen Rechnung, die der Unternehmer nur privat bezahlt hat: Dort ist die Leistung für das Unternehmen bezogen, die Vorsteuer ist nach § 15 UStG abziehbar und die private Zahlung wird als Einlage erfasst.
Einlagen verringern die Überentnahme nach § 4 Abs. 4a EStG und schützen damit den Abzug von Schuldzinsen. Ihre gesonderte Aufzeichnung ist deshalb keine Formalie.
Häufige Fehler
- Einlage als Erlös gebucht. Gewinn und Umsatzsteuer werden dadurch falsch.
- Darlehen als Einlage erfasst. Fremdkapital gehört auf ein Verbindlichkeitskonto.
- Sacheinlage ohne Bewertungsnachweis gebucht. Der Wertansatz folgt § 6 Abs. 1 Nr. 5 EStG.
- Vorsteuer aus privat angeschafften Gegenständen gezogen. Der Bezug für das Unternehmen fehlt.
- Keine getrennte Aufzeichnung von Entnahmen und Einlagen. Die Überentnahmerechnung wird damit unmöglich.
FAQ
Welches Konto entspricht 2180 im SKR03?
Im SKR03 buchst du Privateinlagen auf 1890 Privateinlagen. Die Bezeichnung ist in beiden Kontenrahmen gleich.
Wie buche ich eine betriebliche Rechnung, die ich privat bezahlt habe?
Aufwand und Vorsteuer werden regulär gebucht, als Gegenkonto dient 2180 Privateinlagen. Damit ist der Vorgang vollständig erfasst, ohne dass Geld über ein betriebliches Konto geflossen ist. Der Originalbeleg gehört in die Buchhaltung.
Gibt es Privateinlagen auch bei einer GmbH?
Nicht in dieser Form. Bei Kapitalgesellschaften ist das Vermögen der Gesellschaft von dem der Gesellschafter getrennt. Kapitalzuführungen laufen dort über das gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklage oder ein Gesellschafterdarlehen, nicht über ein Privatkonto.
Quelle: DATEV-Kontenrahmen SKR 03, Art.-Nr. 11174 (bzw. SKR 04, Art.-Nr. 11175), Stand 2026; Kontozweck geprueft gegen buchungssatz.de am 2026-09-08.