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Zinserträge buchen

Zinserträge aus Bankguthaben oder Darlehen verbuchen

Zinsabgrenzung-Rechner

Berechnen Sie die abzugrenzenden Zinsen für Darlehen oder Festgelder zum Jahresende.

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Verwendete Konten

Legende: S = Soll (Belastung), H = Haben (Gutschrift)

Überblick

Bei der Buchung von Zinserträgen geht es darum, die Einnahmen aus Zinsen korrekt in der Buchhaltung zu erfassen. Diese Buchung wird immer dann benötigt, wenn ein Unternehmen Zinseinnahmen auf Guthaben oder Anlagen erzielt.

Wann wird diese Buchung benötigt?

  • Wenn das Unternehmen Zinsen auf ein Festgeldkonto erhält.
  • Bei der jährlichen Gutschrift von Zinsen auf einem Tagesgeldkonto.
  • Wenn Zinsen aus einer Unternehmensanleihe fällig werden.
  • Bei der Berechnung von Zinsen aus einem Darlehen, das das Unternehmen vergeben hat.

Buchungssatz

Der Buchungssatz für Zinserträge lautet: “Bank an Zinserträge”.

KontoBezeichnungSollHaben
1200 (SKR03) / 1800 (SKR04)BankX
2650 (SKR03) / 7100 (SKR04)ZinserträgeX

Schritt-für-Schritt Anleitung

  1. Zinserträge ermitteln
    Bestimme die Höhe der Zinserträge, die auf das Bankkonto des Unternehmens gutgeschrieben wurden.

  2. Eintrag im Soll
    Trage den Betrag der Zinserträge auf das Konto 1200 (SKR03) / 1800 (SKR04) (Bank) im Soll ein. Dies erhöht den Kontostand des Bankkontos.

  3. Eintrag im Haben
    Trage den gleichen Betrag auf das Konto 2650 (SKR03) / 7100 (SKR04) (Zinserträge) im Haben ein. Dies erfasst die Zinserträge als Einnahme.

Praxisbeispiel mit Zahlen

Ausgangssituation:
Dein Unternehmen hat im Januar Zinsen in Höhe von 150,00 € auf ein Tagesgeldkonto erhalten.

Berechnung:
Zinserträge: 150,00 €

Buchung:

KontoBezeichnungSollHaben
1200 (SKR03) / 1800 (SKR04)Bank150,00 €
2650 (SKR03) / 7100 (SKR04)Zinserträge150,00 €

Buchungssatz: Soll Bank 1200 (SKR03) / 1800 (SKR04) an Haben Zinserträge 2650 (SKR03) / 7100 (SKR04)

Wichtige Hinweise

  • Stelle sicher, dass die Zinserträge korrekt und vollständig erfasst sind.
  • Prüfe regelmäßig die Abrechnungen der Bank, um eventuelle Fehler zu vermeiden.
  • Beachte, dass Zinserträge steuerpflichtig sind und korrekt in der Steuererklärung angegeben werden müssen.
  • Verwende die aktuellen Kontenrahmen (SKR03 oder SKR04) und beachte etwaige Änderungen.
  • Halte die Belege für Zinserträge sorgfältig auf.

Häufige Fehler

  • Falsche Kontenzuordnung: Achte darauf, dass die Konten 1200 (SKR03) / 1800 (SKR04) (Bank) und 2650 (SKR03) / 7100 (SKR04) (Zinserträge) korrekt verwendet werden.
  • Nicht erfasste Zinserträge: Übersehe keine Gutschriften, um die Einnahmen vollständig zu erfassen.
  • Fehlerhafte Beträge: Vermeide Tippfehler bei der Eingabe der Beträge.

Rechtliche Grundlagen

Zinserträge sind gemäß dem Einkommensteuergesetz (§ 20 EStG) steuerpflichtige Einnahmen. Die Buchhaltung muss diese korrekt erfassen und dokumentieren. Außerdem sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§ 238 HGB) zur ordnungsgemäßen Buchführung zu beachten.

Tipps für die Praxis

  • Regelmäßige Kontrollen: Überprüfe monatlich die Kontoauszüge auf Zinsgutschriften.
  • Automatisierung: Nutze Buchhaltungssoftware, um wiederkehrende Buchungen zu automatisieren.
  • Frühzeitige Steuerplanung: Berücksichtige Zinserträge bei der Steuerplanung, um Überraschungen zu vermeiden.
  • Schulung: Halte dich und dein Team über aktuelle gesetzliche Änderungen informiert.

Durch die Einhaltung dieser Schritte und Hinweise stellst du sicher, dass die Erfassung von Zinserträgen in deiner Buchhaltung korrekt und effizient abläuft.

Rechtsquellen

Die folgenden BMF-Schreiben und Verwaltungsanweisungen bilden die rechtliche Grundlage für diesen Artikel:

Verwandte Begriffe im Glossar

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